Archive for the ‘Buchtipp’ Category

Buchtipp: „The Homesman – Es führt ein Weg zurück“ von Glendon Fred Swarthout

Juli 30, 2015

The Homesman - Es fuehrt ein Weg zurueck von Glendon Swarthout

Ein Buchtipp von Christine Werneyer (Dipl. Bibliothekarin)

Dieser Roman handelt von außergewöhnlichen, durch ihre Umgebung hart gewordenen Menschen, die sich im Wilden Westen zu behaupten versuchen:
Mary Bee Cuddy, Junggesellin und ehemalige Lehrerin, die ihren Hof allein bewirtschaftet, macht sich mit dem Eigenbrötler und Landräuber Briggs auf den Weg von irgendwo in Missouri nach Iowa, um vier wahnsinnig gewordene Frauen einer Kirchengemeinde zu übergeben.

Zwei Themen machen dieses Buch aus:
Zum einen die Nicht-Beziehung von Mary Bee und Briggs, denen es als eigensinnigen Menschen nicht leichtfällt, gemeinsam auf einem Treck unterwegs zu sein. Wobei sie, im Gegensatz zu Briggs, sozial eingestellt ist. Die Kämpfe, die beide miteinander ausfechten, werden nur angedeutet, ihre Gefühlslage wird nicht besonders betont, wird nur an kleinen Begebenheiten sichtbar, beispielsweise wenn Mary Bee auf einer genähten Tastatur Klavier spielt und dazu singt oder Briggs alleine tanzt.
Das andere große Thema handelt von den Schicksalen der vier Frauen, die verrückt geworden sind. Die harten Lebensumstände, Kälte, Dürre, Krankheit, Hunger und Einsamkeit haben ebenso zu ihrem Wahnsinn beigetragen wie Unfruchtbarkeit oder häufige Geburten. Mit verantwortlich sind ihre Männer, die sich in die Lage der Frauen nicht hineinversetzen.

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Buchtipp: „Die Bestimmung – Fours Geschichte“ von Veronica Roth

November 27, 2014

fourFür alle Fans der Buchreihe „die Bestimmung“ ist nun eine weiterer Band herausgekommen, der die Vorgeschichte des attraktiven Protagonisten „Four“ erzählt. Seine Geschichte unterscheidet sich von Tris‘ – und ist mindestens genauso interessant. In »Fours Geschichte « erfahren die Leser endlich mehr über ihren Lieblingshelden: Wie kam er zu den Ferox? Wie wurde er ein Anführer? Und wie lernte er Tris kennen? In fünf Kurzgeschichten erzählt er von seinem Leben.

Die Stadtbibliothek hat sowohl diesen neuen Band, als auch die Trilogie, sowie die Verfilmung des 1. Teils im Bestand. Der 2. Teil „Insurgent“ läuft ab 15. März 2015 in den Kinos.

Buchtipp: „Ficken sag ich selten“ von Olaf Blumberg

November 22, 2013

Vor kurzem hat eine Kollegin das Buch „Ficken sag ich selten – mein Leben mit Tourette“ von Olaf Blumberg gelesen. Da sie das Buch so beeindruckt hat, hat sie dazu nun eine Rezension verfasst:

sag ich selten„In seinem Buch beschreibt der 1984 in Berlin geborene Autor Olaf Blumberg, wie er mit Anfang 20 während seines Studiums plötzlich mit der Krankheit Tourette konfrontiert ist. Wie diese Krankheit seitdem sein Leben und ihn verändert, schildert er auf unkomplizierte und humorvolle Art.

Das Buch hat mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich es an einem Wochenende durchgelesen habe. Weder bemitleidet sich Herr Blumberg selbst oder steht als Superheld über den Dingen – er hat die Krankheit, aber sie hat ihn nicht. Er ist ein junger Erwachsener mit allen Problemen, die ein Student halt so hat. Er hat nur ein paar Probleme mehr. Und dadurch entstehen lustige Situationen, deren Komik sich Herr Blumberg bewusst ist und die er einfach beschreibt – ohne sich „politisch korrekt“ zu verbiegen.

Der Stil ist flüssig und zeugt von einer positiven Lebenseinstellung. Herrn Blumberg setzt sich für mehr Toleranz im Ungang mit Tourette-Kranken ein – dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag dazu.“

„Dampfnudelblues“ – jetzt im Kino

August 2, 2013

dampfnudelblues„Dampfnudelblues“, die Filmadaption zum gleichnamigen Roman von Rita Falk, läuft seit gestern in den bayerischen Kinos mit Sebastian Bezzel in der Hauptrolle: Als der unbeliebte Realschulrektor Höpfl auf den Bahngleisen als „Bahnleich“ gefunden wird stellt sich für den Dorfpolizisten Franz Eberhofer im niederbayerischen Niederkaltenkirchen die Frage: war es ein Unfall, Selbstmord oder Mord?

Für alle, die sich bei dem schönen Wetter lieber draußen aufhalten, steht der lustige Provinzkrimi als Buch oder Hörbuch in der Stadtbibliothek zur Ausleihe sowie als eBook in der Onleihe „Niederbayern/Oberpfalz“ zum Download auf den eBook-Reader zur Verfügung.

Mysteriös, mysteriös!

August 2, 2011

Und wieder ein ein Lesetipp einer anonymen Praktikantin: Ein „Buch ohne Staben“ von einem anonymen Autor. Alles ein bisschen undurchschaubar. Nichtsdestotrotz. Rabenschwarzer Humor wie ich ihn liebe! Man muss einfach lachen, egal wie makaber die Situation ist. Ein ziemlich verzwickter zweiter Teil. Selbst der Leser mit Durchblick wird in die Irre geführt. Leider wird erst hier die Kindheit von dem Hauptcharakter Bourbon Kid geschildert, dafür aber grandios. Im Lauf der Geschichte stirbt, wie es sich gehört, die halbe Stadt. Und dass obwohl der Kid das Töten doch eigentlich aufgeben wollte. Nur Sanchez, der Besitzer der Tapiocabar, hat mal wieder Glück. Viele neue Charaktere, spannende Aufträge, Mord und Todschlag. Vampirclans und Werwolfrudel mit den Manieren einer Highschoolgang. Eine Mumie im Racherausch, auf der Suche nach dem mysteriösen Mondauge. Das Buch zeigt, dass auch Serienkiller eine menschliche Seite haben können. Urkomisch & abgedreht!

Sollte man außerdem gelesen haben:

> Das Buch ohne Namen, der spannende Vorgänger

> Das Buch ohne Gnade. Auch im dritten Teil macht  der Autor dem Titel alle Ehre und es gibt einen neuen Schauplatz: die Wüste. Alles unter dem Festivalmotto „Zurück von den Toten“.

Assassin’s Creed – das Buch zum Spiel

Juli 8, 2011

Unsere Praktikantin liest zur Zeit „Assassin’s Creed – Die Bruderschaft“. Ihr Kommentar:

Momentan lese ich das Buch und es gefällt mir sehr. Es geht um Ezio Auditore da Firenze, der seinen Vater und seine zwei Brüder verloren hat und zum Assassinen geworden ist. „Die Bruderschaft“ setzt da an, wo der erste Teil „Die Renaissance“ endet. Ezio ist im Besitz des Edenapfels und flüchtet zusammen mit seinem Onkel aus Rom. Zuhause angekommen, werden sie von den Borgia angegriffen. Diese sind die Herrschende Familie in Rom. Ezios Onkel wird getötet. Nun macht sich Ezio mit allen Freunden auf nach Rom, um die Borgia und all ihre Handlanger zu töten.

Ursprünglich ist „Assassin’s Creed“ ein Konsolenspiel. Das Buch von Oliver Bowden erzählt nun dazu die Geschichte. Da ich auch die Reihe selber spiele, bin ich ein großer Fan von Ezio geworden. Die Story finde ich einfach toll. Das Buch findet ihr in der BlueOrange unter fantasy + scifi.

„Die Dienstagsfrauen“ – heute Abend im TV

Juni 14, 2011

Der Roman „Die Dienstagsfrauen“ von Monika Peetz steht seit Wochen auf der Bestsellerliste. Die Verfilmung der außergewöhnlichen Pilgerreise der Dienstagsfrauen gibt es heute Abend im Ersten zu sehen:

Das Buch handelt von 5 Frauen, die sich seit über 15 Jahren regelmäßig am ersten Dienstag im Monat treffen. In ihrem Stammlokal nennt man sie die Dienstagsfrauen: Da ist Caroline, die Strafverteidigerin, verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Organisiert, konsequent und streitbar. Sie sagt, was sie denkt, und sie tut, was sie sagt. Und kann trotzdem gut mit Kikis Chaos umgehen. Kiki, chronisch gut gelaunt, gern verliebt, entwirft beruflich Haushaltsgegenstände. Sie hofft auch mit 35 noch, von der Wegwerfware wegzukommen. Bei Aufträgen und bei Männern. Eva wäre schon froh, wenn sie ein eigenes Leben hätte. Als Hausfrau, Ehefrau und Mutter mit brachliegender medizinischer Approbation ist sie geplagt von den schrecklichen „V’s“: vierzig, vier Kinder, verirrt. Estelle, die Apothekergattin, ist die Frau, die immer zu viel in den Koffer packt und das Tragen anderen überlässt. Einig sind sie sich nur, wenn es darum geht, ihrer Freundin Judith beizustehen.  Nach dem Tod ihres Mannes findet Judith ein Tagebuch, das er über seine Pilgerreise nach Lourdes geführt hat. Arne, an Krebs erkrankt, konnte den Weg nicht zu Ende gehen. Die fünf Freundinnen machen sich auf, Arnes Reise zu vollenden – und ahnen nicht, worauf sie sich einlassen. Schritt für Schritt kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihr Leben durcheinanderwirbelt. Die Pilgerreise, als Unterstützung für die trauernde Judith gedacht, wird für die fünf Freundinnen ein Augenöffner. Nichts ist, was es scheint.

Den Roman „Die Dienstagsfrauen“ gibt es in der Stadtbibliothek in der Belletristikabteilung zum Ausleihen.

Lust auf Grillen

Mai 27, 2011

Die Grillsaison ist eröffnet. Tipps und Anregungen für einen leckeren Grillabend sowie Ideen für eine schöne Gartendekoration finden Sie in folgenden Büchern, die in der Kochbuchabteilung der Stadtbibliothek zur Ausleihe stehen:

Purviance, Jamie: Grillen mit Holzkohle
115 Rezepte, die perfekt auf das Grillen mit Holzkohlen ausgelegt sind. Die Rezepte bieten, was sich Grillsüchtige nur wünschen: kleine, große und ganz großen Stücke von Rind, Lamm, Schwein und Fisch, die richtige Gewürzmischung zum Rezept, Vorspeisen vom Grill, Gemüse-Beilagen und Desserts. Dazu: Tipps und Tricks von Holzkohle-Profis, viele Schritt-für-Schritt-Abbildungen, die das Zerteilen von Fleisch, das praktische Einlegen und die richtige Platzierung auf dem Holzkohlegrill dem Grillmeister nahebringen.

Johansson, Imke: Meine Sommernachtsträume
In diesem Buch finden Sie alles für liebevoll gestaltete Sommerabende: Tischdekorationen in unterschiedlichen Stilen, passende Rezepte, eine große Auswahl an Serviettengestaltungen, wertvolle Tipps für den perfekten Gastgeber, Einladungen, Gastgeschenke, stimmungsvolle Lichtspiele und vieles mehr.

Dreyer Hensley, Nina: Sommertage
Sommertage ist randvoll mit leckeren Sommerrezepten für Picknicks im Sonnenschein, gesellige Grillabende oder lauschige Dinner. Dazu gibt es wunderschöne Fotos und viele Dekoideen, die zum Nachmachen animieren.

Dem Täter auf der Spur

Oktober 25, 2010

Für alle Freunde der Fernsehserien „CSI“ und „Bones“ gibt es ab sofort in der Bibliothek spannende Unterhaltung mit realem Hintergrund:

Ein kaltblütiger Serienmörder. Eine verstümmelte Frauenleiche in einem Plastiksack. Ein erschossener US-Amerikaner im Zug. Deutschlands bekanntester Fallanalytiker und Profiler Axel Petermann berichtet in seinem Buch „Auf der Spur des Bösen“ von den kompliziertesten und bedeutendsten Fällen seiner Laufbahn und schildert, wie er die Täter überführen konnte. Dabei gewährt er Einblicke in die Methoden der Profiler und erklärt, was die Spuren am Tatort über die Psyche des Täters verraten. Petermann ist Spezialist für die sogenannten „Cold Cases“, ungeklärte Mordfälle, und berät unter anderem auch die Produzenten der „Tatort“-Serie.

Genauere Einblicke in die Arbeit von Kriminalmedizinern und –technikern gewährt das preisgekrönte Buch „CSI-Forensik für Dummies“. Wie erkennt man an einer Schädelverletzung die Todesursache, wie funktioniert die Untersuchung von Projektilen, welche Möglichkeiten bietet die DNA-Analyse? Diese und weitere Fragen beantwortet der Autor und zeigt auf, worin sich Fernsehdarstellung und Wirklichkeit unterscheiden. Dabei werden auch berühmte und kuriose Fälle der Kriminalgeschichte vorgestellt.

Ein Lesevergnügen der besonderen Art für alle Hobby-Kriminalisten!

Buchtipp: „Numbers – Den Tod im Blick“ von Rachel Ward

Oktober 21, 2010

Als kleines Kind hat Jem mit angesehen, wie ihre Mutter an einer Überdosis gestorben ist. Seitdem ist sie von einer Pflegefamilie zur anderen weitergereicht worden. Deshalb wundert es auch keinen, dass sie ruppig und kontaktscheu ist. Nicht mal in die Augen sehen kann sie einem, sagen sie in der Schule. Und das stimmt – wenn auch aus einem anderen Grund, als alle vermuten. Denn Jem hat eine besondere Gabe: Wenn sie jemandem ansieht, erscheint in ihrem Kopf eine Zahl. Es ist das Datum, an dem diese Person sterben wird.

Jem lässt niemanden an sich heran – sie weiß ja, wann der andere sterben wird … Doch dann lernt sie den verrückten, hibbeligen Spinne kennen. Als sie Riesenrad fahren wollen, sieht Jem plötzlich, dass alle Menschen um sie herum noch am selben Tag sterben werden. Sie und Spinne rennen weg, kurz bevor die Bombe hochgeht. Und von diesem Augenblick an sind sie auf der Flucht. Denn man hat sie weglaufen sehen, und wie sollen sie erklären, warum sie von dem Attentat wussten? Die Flucht ist alles andere als romantisch, die beiden frieren und hungern. Doch auf ihrer Flucht lernen sie einander besser kennen, und Jem verliebt sich in Spinne. Damit hat sie noch ein Problem mehr, denn sie weiß, dass Spinne in wenigen Tagen sterben muss …

Die Ich-Erzählerin Jem ist eine spröde Heldin: misstrauisch, wortkarg, verschlossen. Sie gehört zu einem Teil der Gesellschaft, deren Kinder kaum Chancen auf einen Schulabschluss haben, geschweige denn auf ein Leben in Wohlstand. Und ihre besondere Gabe ist eine zusätzliche Bürde, die sie von anderen Menschen isoliert. Trotzdem oder gerade deswegen ist sie wie jeder andere Teenager auch – unverstanden, allein, im ständigen Kampf mit sich und allen anderen. Aber sie ändert sich, langsam und widerstrebend, als sie sich auf Spinne einlässt.

Ein spannendes, eindringliches, aufrüttelndes Buch, das  den Leser berührt und nicht nur für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet ist, sondern für alle, die sich auf diese ungewöhnliche Heldin mit ihrer ruppigen Sprache einlassen.